Meditation Yoga

Yoga

Einst als esoterischer Kult angesehen, ist Yoga zur globalen Bewegung geworden.

Im Yoga werden körperliche Übungen unter Einbeziehung des Atems durchgeführt. Gesteigert werden durch das Training die Konzentrationsfähigkeit, Gelenkigkeit und Körperwarnehmung. Natürlich werden die Muskeln aufgebaut. Bei einer Bewegung verfolgt man die Reaktion des Körpers sehr genau. Ein einfaches Beispiel ist die Spannung - Anspannung der Muskeln -dann die Entspannung. Der Wechsel zwischen diesen wird beobachtet. Yoga ist die Sprache mit dem Körper. Yoga gibt es in verschiedenen Arten und schon sehr lange. Die Richtungen, Moden und Stile sind sehr vielfältig. So gibt es z.B. Ashtanga, Bikram, Kripalu- , Kundalini-, Sivanada, Vini-Yoga... Mal wird hauptsächlich meditiert, mal stehen die Körperübungen im Vordergrund, mal wird mehr geatmet, mal werden zusätzlich Mantras gesungen. Oder es geht wie beim Power-Yoga vor Allem um Fitness.

Da es ursprünglich aus Indien stammt, liegen die Wurzeln der Yoga-Philosophie im Hinduismus und Teilen des Buddhismus. Das Individuum wird hier als ein Reisender im Wagen des materiellen Körpers gesehen. Der Wagen ist der Körper, der Kutscher der Verstand, die fünf Pferde die fünf Sinnesorgane, der Fahrgast die Seele, und das Geschirr heißt im Indischen Yoga.

Im "modernen Yoga" wird der religiöse Aspekt nicht einbezogen. Es hat sich eine Variante aus Sport und Meditation entwickelt. Es macht viel Spaß. Dir auch - einfach anfangen...  

 

Immer mehr wissenschaftliche Studien weisen auf Heilkraft hin. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass schon eine tägliche 30 Minütige Yoga-Meditation innerhalb von nur 8 Wochen eine deutliche Veränderung in den Gehirnen von extrem gestressten Männern und Frauen bewirkte. Im Vergleich der Kernspin-Aufnahmen vor und nach den 8 Wochen hatte in einigen Hirnregionen, zuständig für Gedächtnis, Lernen, Emotionskontrolle, auch die Dichte der grauen Zellen deutlich zugenommen. Yoga senkt nachweisslich den Spiegel von Stresshormonen wie Cortisol im Blut.

 

Ist Yoga Sport ?

Ab wann ist Bewegung Sport? Dies nimmt Jeder anders wahr. Wir sprechen dann von Bewegung, wenn wir maximal etwa 30 Prozent unserer körperlichen Leistungsfähigkeit ausschöpfen. Wenn wir über 30 bis 40 Prozent liegen, sprechen wir von Sport, denn dann ist es bereits ein richtiger Trainingsreiz.

Dopamin durch Sport erhöhen

Sport erhöht das Blutkalzium, welches die Produktion von Dopamin und den Transport ins Gehirn steigert. Durch das Training der Beharrlichkeit und die Erhöhung der Frustrationstoleranz werden vielschichtige gesundheitliche Probleme im Erwachsenenleben reduziert.

Die Körperwahrnehmung wird gestärkt. Dadurch steigt der Spaß am Sport.

Ich mache zum Yoga zusätzlich im Fitnesscenter Krafttraining. Seit die Körperwarnehmung durch Yoga gesteigert ist, macht es noch mehr Spaß: eine langsame Bewegung eines Körperteils mit zusätzlicher Belastung. Zum Beispiel kann man bestimmte Stellungen in Kombination mit Gewichten wie z.B. Hanteln durchführen.

Eine Yogastellung bezeichnet man als Asana. "Meditationen in Aktion"

Beispielübungen:

   

 

Rückbeuge / Dehnung

Diese Stellung eine zeitlang halten. Sie ist gut für die unteren Rückenmuskeln.

Eine Übersicht über die beanspruchten Muskeln gibt es hier.

 

 

  Dies ist die

Yoga Stellung Baum

In dieser Stellung kann man sehr gut die Atmung mit einbeziehen. Im Ablauf der Übung:

 

  1. Konzentration auf beide Füße (Ist die Belastung der Füße auf beiden Seiten gleich?)
  2. Ein Bein heben. So hoch wie möglich. Ein leichtes Ziehen ist ok.
  3. Konzentration auf den gesamten Körper und das damit verbundene Gleichgewicht.
  4. Jetzt die Konzentration auf den Atem mit einbeziehen. Einatmen - Ausatmen , der Wechsel der Kontrolle des Gleichgewichtes ist normal und auch gewünscht.
  5. Wenn die Muskeln stark genug sind, dass man sich mehr auf das Gleichgewicht konzentrieren kann, wird die Atmung gut wahrgenommen.

Beobachten Sie Ihre Körperreaktionen in Verbindung mit Gefühlen / Emotionen

Durch das Yoga kann man mit dem Körper gut umgehen. Es ist die Sprache mit dem Körper.

Mittlerweile kann ich bestimmte "Meldungen" meines Körpers den Gefühlen zuordnen. Wenn ich mich über mich selbst ärgere, bekomme ich Muskelkrämpfe im linken Oberschenkel. Bei traumatischen Erinnerungen kommt meist eine Spannungssteigerung vom Bauchnabel bis zum Herz. Agressionen gegen Andere werden an den Arm übertragen. Das Gefühl, "boxen" zu wollen. Diese Beschreibung geht auf die intensive Wahrnehmung ein. Je nachdem, wie stark ich auf meinen Körper höre, so stark nehme ich die körperlichen Feedbacks war.  Wenn man nicht so auf den Körper achtet, werden solche Sachen natürlich auch nicht so stark wahrgenommen. Beobachten Sie einmal die Reaktiionen Ihres Körpers!

So habe ich beispielsweise gelernt, mit den Muskeln zu zittern, wenn ich dies wünsche. Krankheiten wie Epilepsie , Parkinson oder Nebenwirkungen von Medikamenten können ungewollte Muskelbewegungen verursachen. Zittrige, unsichere Bewegungen, steife Arme und Beine sind die Symptome der Parkinson-Krankheit. Ihr Auslöser ist der Mangel am Botenstoff Dopamin, einer der wichtigsten Stoffe für die Kommunikation zwischen Hirnzellen. Bei Parkinson-Patienten sterben im Thalamus, einer bestimmten Hirnregion, aus ungeklärten Gründen die Dopamin-liefernden Zellen ab. Sinkt der Spiegel des Botenstoffs daraufhin unter einen kritischen Wert, reagieren die Neuronen im Thalamus auf eigenartige Weise: Sie synchronisieren ihre Aktivität und feuern im Gleichtakt. Diese Gleichschaltung ruft das Muskelzittern hervor. Im gesunden Zustand herrscht im Thalamus dagegen ein scheinbares Chaos: Die Neuronen „brabbeln“ durcheinander wie Stimmen im Wirtshaus.

Durch Übung kann man mit Hilfe von Yoga gewollt die Synchronisation der Gehirnwellen einleiten. Die Muskeln zittern, was durch die Konzentration auf diese entspannend wirkt.

Weitere Übungen sind sogenannte Mudras. Dies sind Bewegungsübungen mit der Hand. Eine Anleitung zum Fußwanken gibt es hier

Eine gute Yoga Matte ist wichtig. Nicht zu dünn wählen.

Erläuterung von Stellungen in einem Kurs sind von Vorteil. Zum Beispiel die Korrektur der Rückenhaltung ist sehr wichtig. Durch die steigende Populatrität gibt es sicher Angebote in Ihrer Nähe.

Gefährliche Körperkunst?

Yoga als Leistungssport bringt nicht Entschleunigung und Entspannung, sondern Stress und Schmerzen. Sportmediziner warnen vor Überdehnung oder Reizung der Bänder, Sehnen oder Gelenke. Ungeübte Yoga-Betreiber sollten mit Hilfsmitteln wie Stühlen, Sitzkissen oder Klötzen arbeiten.


Fitnessstudio

In der Wohnung ist es oft für Sport zu eng. Im Fitnesscenter muss man sich dafür stark konzentrieren können. Die Menschen bzw. die Geräte verursachen Geräusche. Es gibt gleichgeschlechtliche Fitnessstudios. In Diskussionen wurde als Argument dafür die soziale Gemeinsamkeit des gleichen Geschlechts genannt. Nachteile sind der Eindruck von vermehrter Beobachtung. Diese ist im gleichen Geschlecht meist intensiver. Desweiteren sind die Gewichte in Frauenzentren geringer. Was nach einer gewissen Zeit nicht mehr gewünscht ist. Jeder hat seine Prioritäten. Die meisten Studios bieten einen Testtag an.

Erläuterung zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Meditation und Yoga gibt es hier. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Eine Anregung für eine einfache Bewegungsübung: Ball um den Körper.